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JAMBO BUKOBA
LAUFSCHUHE FÜR TANZANIA
Nun haben wir auch viele Bekannte … einer davon führt ein Laufsportgeschäft in Wien 9, hier kam es einmal zu einer spannenden Unterhaltung mit einem Laufschuhvertreter. Er schilderte uns, dass die Eliteläufer der großen Städtemarathons nicht selten die Schuhe erst knapp vor dem Start bekämen, oft um zwei bis drei Nummern zu groß und diese dann umgehend nach dem Rennen auch wieder retournieren müssten. Möge die Story ein wenig übertrieben sein, ich weiß es nicht. Beeindruckend war sie alle Mal. Ein weiterer Stein im Mosaik, welches dann den Grundstein der folgenden Aktion legen sollte, war eine Plauderei mit einem uns bekannten Spitzenläufer im Rahmen des LCC-Herbstmarathons. Alfred erzählte uns dabei ein wenig von den Hintergrundstories des Marathonprofibusiness in Bezug auf die Trainingsgewohnheiten und -möglichkeiten der Elite. Kurz zusammengefasst: Uns, die wir von einer 2:10er-Zeit am Marathon höchstens als Zuschauer träumen dürfen, geht es so unglaublich viel besser als jenen, die wir beim Laufen bestaunen. Die Kollegen, die mit der Eleganz edler Gazellen über die Straßen rasen, haben keine Chance auch nur ansatzweise unsere Schuhe, unsere Laufausrüstung ihr Eigen zu nennen. Als einer von vier Administratoren der Läuferplattform www.run42195.at nutze ich den Zugang zu einer großen Gruppe von Laufenthusiasten, erzähle von meinem unausgereiften Gedanken, ein paar Schuhe zu sammeln und sie nach Afrika zu schicken. Wohin? Wie? Keine Ahnung, das überlege ich mir später. Soweit der Vorsatz. Ich will etwas erreichen, dann darf ich mir doch nicht gleich zu Beginn einreden, warum es nicht geht. Der Weg entsteht beim Gehen, beim Laufen. Das habe ich durch den Marathon gelernt. Der Versuch mich der Unterstützung namhafter, und doch hier nicht zu nennender Organisationen und Marathonveranstalter zu bedienen, scheitert. Scheinbar sind die Mails sämtlich in den Spamordnern der Büros verschwunden.... Dennoch, der Zuspruch wächst in erfreulichen Ausmaßen. Schnell sind viele Schuhe zugesagt, unsere Forumsmeisterschaft steht an. Der oben erwähnte Alfred stellt dann grad´ zum richtigen Zeitpunkt den entscheidenden Kontakt her: JAMBO BUKOBA (http://www.JamboBukoba.com) heißt nun das Zauberwort. Ein Projekt in dem Sportprojekte in Tanzania unterstützt werden. OK, das ist nicht besonderes … aber diese Unterstützung wird auch durch namhafte Sponsoren gefördert. adidas, der FC Bayern, die Hypo Vereinsbank um nur wenige zu nennen. Hier scheint also wirklich auch seriös gearbeitet zu werden, hier sind die Schuhe gut aufgehoben. Ziel des Vereins JAMBO BUKOBA ist es, über den Sport die Jugendlichen in Schulen zu erreichen und in weiterer Folge HIV-AIDS-Prävention zu betreiben. Weiters sollen auch Frauen durch Sport in ihrem Selbstverständnis gestärkt werden. Wir sammeln Paar um Paar, kommen im Endeffekt (auch dank einer Großspende von 15 Paar auf über 40 Paar Laufschuhe, teils absolut neuwertig, teil schon mit … sagen wir einmal „Wettkampferfahrung“, aber alle noch brauchbar. Im Rahmen unserer Forumsmeisterschaft komme ich mit unseren Lauffreunden ins Plaudern, eine davon, eine Prozessmanagerin einer internationalen Großbank und Spitzenläuferin der LG-Wien springt gleich auf den Zug auf und verspricht, ihr Netzwerk zu bemühen. Zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Artikels sind alleine von ihr schon wieder 40 Paar aufgestellt. DANKE Carola! Mit großer Freude übergaben wir die Schuhe am 1. 12. 2009 an den Vereinsgründer Clemens Mulokozi und kommen mit den anwesenden Arbeitskollegen ins Plaudern. Schnell sind wieder an die 20 Paar zugesagt. Ein rollender Stein reißt eben mit. Auch „olympiaerfahrene“ Schuhe werden gesammelt, Eva-Maria Gradwohl unterstützt unsere Aktion mit ihren Profigeräten. Die Moral aus der Geschichte: Gute Ideen setzen sich dann durch, wenn man einfach vergisst, dass die Verwirklichung unmöglich ist. Viele gut gemeinte Ratschläge kamen, um mir vor Augen zu führen, dass der Gedanke zwar edel hilfreich und gut wäre, doch … wenn es so einfach ginge, hätten es ja schon andere vor mir getan. Viel zu teuer wäre die Aktion, man könne den Afrikanern doch keine abgelaufenen Schuhe zumuten, freilich, alles gute Argumente, aber … ich suchte nach dem einen Weg, der funktioniert. Durch´s Reden kamen die Leute zusammen, ein Wort ergab das andere und schon war der Kontakt nach Tanzania vor der Tür. Schön, dass es Menschen mit der Möglichkeit gibt, Visionen zu verwirklichen, danke Clemens. Danke Alfred für Deine Hilfe und Deine Erzählungen, sie haben ungemein inspiriert. Und danke allen Freunden des Laufforums www.run42195.at. Es war aber erst der Beginn. Falls Sie den Verein Jambo Bukoba unterstützen wollen, finden Sie auf der Homepage www.jambobukoba.com entsprechende Hinweise. / Autor: Mag. Ulrich Wanderer |
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