Laufen während der Schwangerschaft und Stillzeit

Frage
Seit sieben Monaten bin ich (35, Hobbyläuferin, ein Marathon im Jahr) aufgrund einer Schwangerschaft "ausser Gefecht". Da ich besonders am Beginn der Schwangschaft große Kreislaufproblemme verbunden mit Übelkeit, Bauchschmerzen etc. hatte, mußte ich das Laufen bzw. den Sport gänzlich unterlassen. Nun kann ich es jedoch schon kaum erwarten, wieder mit dem Training zu beginnen. Ich hätte gerne eine präzise Auskunft über das Laufen in der Stillzeit – kann man bedenkenlos 10-20 km laufen, hat es Auswirkungen auf den Milchfluß, oder gibt es sonstige Gründe auch das Laufen in der Stillzeit gänzlich zu unterlassen oder zu reduzieren ? Gerne hätte ich auch einmal Auskunft über das Laufen während der Schwangerschaft. Kann man, natürlich vorausgesetzt dass man keine Probelme hat, bis zum Ende der Schwangerschaft (sprich auch im Mutterschutz – da hätte man ja Zeit!) kurze Distanzen langsam bewältigen, oder kann dies eine Frühgeburt auslösen oder mehr Schaden als einen "psychischen Nutzen" anrichten ? Fr. G. T.

Antwort von Dr. Andrea Hofmann
Die Meinung, dass jeglicher Sport während der Schwangerschaft gefährlich ist, gehört längst der Vergangenheit an. Langsames Laufen im aeroben Bereich in moderatem Umfang bringt eine Reihe von positiven Effekten während der Schwangerschaft wie eine Milderung der typischen Beschwerden zu Beginn einer Schwangerschaft, eine Einschränkung der Gewichtszunahme, eine Verkürzung der Geburtszeit und ein Anheben der Stimmungslage. Natürlich sollte man nicht erst in der Schwangerschaft mit dem Laufen beginnen. Ich nehme an, ein leichtes Lauftraining hätte auch Ihnen zu Beginn der Schwangerschaft geholfen! Sie dürfen auch jetzt noch das Laufen wieder aufnehmen, allerdings sehr vorsichtig, und im Mutterschutz kleine, langsame Distanzen bewältigen, vorausgesetzt es liegt eine unproblematische Schwangerschaft vor. Sie werden nach der Geburt sicher sehr fit sein! Während der Stillzeit würde ich mich auf eine Distanz von acht bis zwölf Kilometern beschränken, nicht zuviel verausgaben und vor allem – das ist das wichtigste – ausreichend vor und nach dem Training trinken.


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