Marathon als Marathonvorbereitung?

Frage
Was halten Sie davon, einen (Trainings-)Marathonlauf als Vorbereitung für einen (Wettkampf-)Marathon zu laufen? Bisher habe ich (m, 45 J., 1,97 m, 73 kg) sieben Marathons (pB 3:19) gefinisht. Im Frühjahr möchte ich in den Bereich von 3:10–3:15 laufen. Jetzt ist meine Idee, einen Marathonlauf als einen der langen Vorbereitungsläufe zu nutzen. Das hätte gegenüber den allein oder in kleinen Gruppen durchgeführten Long-Jogs den Vorteil, dass ich mich nicht um Getränke sorgen muss und motivierter in großer Gesellschaft laufe. Mir ist klar, dass das Tempo kontrolliert sein muss. Bei einem Zieltempo von 4:30 min/km, was einer Zielzeit von 3:10 Stunden entspricht, kann ich mir ein Crescendo von 5:30 min/km bis 20 km, von 5:00 min/km bis 30 km und von 4:30 min/km bis 40 km mit anschließendem Auslaufen bis ins Ziel vorstellen. Dieser (Trainings-)Marathon wäre fünf Wochen vor dem Wettkampf. Macht das Sinn oder ist die Belastung zu hoch? Hr. H. H.

Antwort von Mag. Wilhelm Lilge
Ihr Vorhaben stellt ein sehr marathonspezifisches und empfehlenswertes Training dar, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Der Marathon-Trainingslauf sollte zumindest vier Wochen vor dem eigentlichen Marathon liegen, d. h. der von Ihnen geäußerte 5-Wochen-Abstand ist sicher ideal.
  • Sie sind lange Läufe bis ca. 35 km durchaus gewohnt, wodurch die einmaligen 42 km keinen zu großen Belastungssprung darstellen.
  • Sie bringen trotz der Startnummer auf der Brust und der besonderen Atmosphäre die Disziplin auf, tatsächlich keinen Wettkampf daraus zu machen.
  • Sie haben genügend Geld, dass Sie sich für ein Training das üppige Startgeld eines Marathons leisten können (bitte nicht ”schwarz” laufen).
Viel Erfolg!



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