Was bringt eine Untersuchung beim Sportarzt?

Frage
Ich war immer schon sportlich aktiv, auch bei Läufen und Triathlons – und war noch nie ernsthaft verletzt. Jetzt bin ich 44 und fühle mich gesund und fit. Meine Zeit auf der letzten Triathlon-Mittelstrecke (Immenstadt/GER) betrug rund 7 Stunden. Ich habe mich dabei bis ins Ziel sehr gut gefühlt. Ich verfolge keinen Trainingsplan, sondern schwimme, fahre Rad und laufe, je nachdem wie mir Zeit bleibt. Meine Frage: Würde eine Untersuchung bei einem Sportarzt etwas bringen? Kann er mir etwas sagen, das ich erstens nicht schon selber weiß, zweitens mir der praktische Arzt auch nicht sagen kann und drittens für mein Training nützlich ist? Hr. J. C.

Antwort von Dr. Andreas Dallamassl
Ob Ihnen ein Sportarzt etwas sagen kann, was Sie noch nicht wissen, kann ich schwer beantworten, zumal ich nicht weiß, wie ausgeprägt Ihr diesbezüglicher sportmedizinischer Wissenstand ist. Falls Ihre Wettkampfergebnisse in etwa Ihrem Trainingsaufwand entsprechen (vergleichen Sie einfach Ihr Training mit dem jener Sportler, die ungefähr Ihrem Leistungsniveau im Wettkampf entsprechen) und Sie sich im Training und Wettkampf ansonsten auch wohl fühlen, dann machen Sie einfach so weiter. Falls Sie jedoch aus Ihrem Trainingsaufwand das Optimale herausholen wollen oder Sie womöglich viel mehr Zeit in das Training investieren als gleich leistungsstarke Sportkollegen, so wäre eine sportmedizinische Untersuchung mit einer Leistungsdiagnostik sicher zu empfehlen. Auf diesen Ergebnissen basierend kann dann ein individuelles, auf Sie zugeschnittenes Trainingsprogramm erstellt werden, mit dem Sie ein optimales Ergebnis aus dem Training, welches für Sie körperlich und zeitlich möglich ist, herausholen können. Ein praktischer Arzt ohne Bezug zur Sportmedizin wird Ihnen hierbei allein kaum weiterhelfen können.



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