Wie schlafe ich vor Wettkämpfen besser?

Frage
Als langjähriger Wettkämpfer, habe ich seit einiger Zeit das Problem, dass ich vor einen Wettkampf sehr schlecht bis gar nicht schlafen kann. Am schlimmsten ist es, wenn der Wettkampf bereits zeitig startet. Ich habe es bereits mit pflanzlichen Mitteln wie Nervenruh, Baldrian etc. versucht, aber mit mäßigen Erfolg. Vielleicht haben Sie einen Tipp, für mein ungewöhnliches Problem, damit ich wieder einmal gut ausgeschlafen in den Wettkampf gehe. Hr. M. D.

Antwort von MMag. Gernot Schauer
Selbstverständlich sind für eine effiziente Beratung, wie Sie gegen Ihre Schlafprobleme ankämpfen können, die Ursachen hierfür zu erforschen. Bei Durch- oder auch Einschlafschwierigkeiten können auch diverse physiologische Gründe vorliegen. Aufgrund Ihrer Beschreibung kann man allerdings vermuten, dass dies nicht der Fall ist. Es ist davon auszugehen, dass vor allem dann keine körperlichen Ursachen gegeben sind, wenn eine Schlafstörung situationskonform auftritt. Also immer dann, wenn sich eine bestimmte Situation stellt. Auch im Leistungssport ist dies ein nicht selten zu findendes Phänomen, dass vor Bewerben im Vergleich zu anderen Tagen extrem schlecht geschlafen wird. Also ist Ihr Problem gar nicht so ungewöhnlich und findet sich auch bei Profis wieder! In der Schlafforschung geht man in der Zwischenzeit den Weg, dass nicht mit Zwang versucht werden sollte, einzuschlafen. Da doch die Gedanken jetzt endlich schlafen zu müssen per se wieder zu einer weiteren Verspannung führen. Es sind verschiedene Experimente durchzuführen und der Vergleich deren Ergebnisse, die zu der für Sie besten Strategie leiten sollten: Eine mittels CD angeleitete Entspannungsversion, zum Beispiel Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation. Konzentrieren Sie sich dabei auf Ihre Ein- und Ausatmung, vor allem aber auf gutes Ausatmen. Nutzen Sie die Zeit des Wachseins im Bett für ein Visualisierungstraining. Gehen Sie mit freudiger Gewissheit nochmals den vor Ihnen liegenden Laufbewerb durch, wie er sich nach Ihren Vorstellungen entwickeln wird. Seien Sie sich darüber im klaren, dass es nicht der Schlaf in der Nacht vor dem Bewerb ist, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, sondern Ihre gute vielmonatige Vorbereitung darauf.


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