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Die Entscheidung um den Gesamtsieg fiel wie im vergangenen Jahr beim Kaisermarathon, mit 42,195 km und rund 2.000 Höhenmeter die Königsetappe. Während beim Prolog in Reith im Alpbach über 10 km mit Jonathan Koilegei (1. in 29:47), Ambrose Bitok (30:28) und Daniel Kiplimo Bett (30:39) die Kenianer dominierten, demonstrierte beim Kaisermarathon der sechsfache Berglauf-Weltmeister Jonathan Wyatt seine Klasse im Gebirge. Der Marathon wurde in der Ortsmitte von Söll gestartet. Die Strecke führte über Ellmau, dem Hartkaiser, Hexenwasser zum Ziel auf die 1.829 m Hohe Salve. Auf den ersten relativ flachen 21 km bis Ellmau hielt sich Wyatt zurück, lag rund zwei Minuten hinter dem führenden Kenianer Kiplimo Bett, spielte dann aber auf den steilen Passagen seine Klasse aus, und deklassierte seine Konkurrenten. Wyatt erreichte das Ziel auf der Hohen Salve in 3:03:40,5 Stunden. Ambrose Bitok und sein Landsmann Daniel Kiplimo erlebten einen Einbruch und taumelten nur noch ins Ziel. Davon profitierten die beiden Österreicher Albuin Schwarz (Team Tiroler Tageszeitung) und Thomas Heigl (LCC Wien). Schwarz schaffte das Unmögliche, er holte sieben Minuten Rückstand auf und konnte beide Kenianer überholen und in 3:21:09 einen sensationellen zweiten Platz belegen. Dritter wurde Bett vor Thomas Heigl und Ambrose Bitok. |
Der abschließende Halbmarathon im Kaiserwinkel, bei dem viermal der Walchsee umrundet werden musste, war für die beiden Führenden im Gesamtklassement nur noch eine Formsache. Dennoch gewann Jonathan Wyatt in 1:08:04 eine Minute vor Bett und Bitok. Die Plätze drei und vier gingen an die Österreicher Simon Lechleitner (SV Rinn) und Albuin Schwarz. In der Gesamtwertung siegte Jonathan Wyatt. Für die rund 73 km benötigte er 4:42:34,6 Stunden und hatte damit einem Vorsprung von 18 Minuten auf Daniel Kiplimo Bett. Auf Platz drei kam der Überraschungszweite des Kaisermarathons Albuin Schwarz vor Ambrose Bitok und dem Vorjahresdritten Thomas Heigl. Bei den Frauen feierte, wie schon bei der Auftaktveranstaltung in Reith die Ukrainerin Inna Lebedeva (LCC Wien) nach ihrem Sieg beim Alpbachtaler Zehner erneut einen überlegenen Start-Ziel-Sieg. In 1:20:32,8 siegte sie vor Patrizia Rausch (1:25:41,5). Dies reichte Rausch, um mit einem Vorsprung von 23 Minuten überlegen den Gesamtsieg (6:07:38,9) aus dem Vorjahr zu wiederholen. Dritte am Halbmarathon wurde Tanja Harpes/LUX (1:29:32,2). Auf Platz vier finishte Katharina Rossi (SK Rückenwind), die in der Gesamtwertung Zweite wurde. Die Fünfte des Halbmarathons Maria Strasser (LG Decker Itter) wurde Gesamtdritte. Tolles Event Die Veranstalter von „Jol-Sport“ (Bad Häring) präsentierten drei schöne Lauftage, die Läufe fanden in einer traumhaften Landschaft statt. Es war eine Werbung für den Laufsport allgemein und für den Berglauf im Besonderen und natürlich eine Werbung für Tirol. Die Organisation war ausgezeichnet, das Rahmenprogramm stimmte. Die abendlichen Siegerehrungen fanden mit musikalischer Umrahmung in jeweils stimmungsvoller Atmosphäre statt. Mit über 700 Finishern wurde das Vorjahresergebnis deutlich übertroffen. Neue Pläne sind bereits in der Schublade. Die Veranstalter sind an der Ausrichtung der Berglauf-Weltmeisterschaft über die Langdistanz interessiert. Sicherlich keine Utopie. Die Strecke des Kaisermarathons ist WM-würdig, die Infrastruktur ist da, die Organisation stimmt, gute Voraussetzungen also für eine erfolgreiche Bewerbung. Text & Fotos: Winfried Stinn |
INFO ZAHLEN - FAKTEN 2. Tour de Tirol in Reith im Alpbachtal, Söll und Walchsee Termin: 12.–14. 10. 2007
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